
Ästhetisch, funktionelle Analyse und Diagnostik in der Implantologie
18. September 2010
Vorhersagbare, ästhetische Resultate in der Implantologie erfordern, insbesondere bei der Rehabilitation komplexer Fälle, einen hohen Aufwand bei der Behandlungsplanung. Durch eine sorgfältige Planung ist es jedoch möglich den Aufwand, während der Einzelschritte der klinischen Behandlung, erheblich zu reduzieren. Als Schlüsselelemente haben sich das analytische Wax-up, eine daraus abgeleitete diagnostische Schablone, sowie Provisorien erwiesen. Die diagnostische Schablone kann mit Komposite gefüllt werden und dem Patienten im Sinne einer "ästhetischen Einprobe" einen ersten Eindruck des Behandlungsziels vermitteln. Damit wird eine frühzeitige Verbesserung der klinischen Ausgangssituation, bereits zu Behandlungsbeginn, ermöglicht. Eine zeitlich ausgedehnte provisorische Phase erlaubt es dem Patienten und dem Behandlungsteam den zahntechnisch erstellten ersten Behandlungsentwurf, nach ästhetischen, kaufunktionellen und phonetischen Gesichtspunkten als Prototyp im Rahmen einer längeren Probefahrt klinisch zu überprüfen.
Am Ende dieser Behandlungsphase sollten alle wichtigen Teilaspekte festgelegt sein und können nun präzise in die definitive Restauration überführt werden. Diese Überführung besteht im Wesentlichen in dem Austausch des Restaurationsmaterials, provisorisch in definitiv, unter Beibehaltung der klinisch erprobten Form und Funktion.
Insbesondere die akribische Planung komplexer Versorgungen, die heute vermehrt auch bei jugendlichen Patienten infolge generalisierter abrasiv-erosiver Zahnhartsubstanzdefekte erforderlich werden, kann ein maximaler Aufwand in der Planungsphase die eigentliche klinische Behandlung deutlich vereinfachen und damit effizienter gestalten.