Fördergemeinschaft der Zahntechniker Meisterschule Berlin - Brandenburg e.V.

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ZTM Michael Brüsch, Düsseldorf

ZTM Ralf Barsties

Ästhetik und Ökonomie

17. September 2011

Konsens oder Nonsens?

Dieser sehr praxisbezogene Vortrag mit anschließender praktischer Videodemonstration, zeigt sehr genau und anschaulich die Möglichkeiten und Grenzen der modernen Verblendkeramik auf.

Unsere Patienten wollen als mündige „Konsumenten“ die für sie in Frage kommenden Behandlungs- und Fertigungsalternativen aufgezeigt bekommen und erwarten eine klare Orientierungsempfehlung von ihrem Zahntechniker und Zahnarzt.

Das allgemein gesteigerte ästhetische Bewusstsein der Patienten sollte dabei, insbesondere bei Frontrestaurationen nicht unterschätzt werden.

Hier werden in zunehmendem Maße perfekt idealisierte, hochästhetische Kopien natürlicher Zähne gefordert. Suboptimale Farbgebungen und Disharmonien in der Formgebung werden im Frontzahnbereich von selbstbewussten Patienten nicht mehr akzeptiert, nicht mehr „erduldet“.

Hier beginnt die eigentliche Kunst des zahntechnischen Handwerks. Es gilt die Natur zu kopieren, bei gleichzeitiger Perfektionierung der Ästhetik und der Funktion.

Kein einfaches Unterfangen. Träumen wir doch alle davon, die eigene individuelle, zahntechnische Leistung bei der Fertigung des perfekten Zahnersatzes in den vielen notwendigen Einzeldisziplinen zu vereinfachen.

Eine denkbar einfache Handhabung verspricht uns derzeit nur der Einsatz des sog. „Digitalen Workflows“. So einfach wie es klingt, ist dieses „Digitale Workflow“ dann allerdings nicht. Sicherlich werden wir uns in einigen Jahren an neue Berufsbezeichnungen wie „IT – Zahntechniker“ oder „Dentiker“ gewöhnen müssen.

Diese neue Berufsform des bisherigen Zahntechnikers wird Ästhetik nicht mehr selbst kreieren, leben und erleben. Sie rufen nur noch auf der rationalisierten, standardisierten und produktionsoptimierten Plattform des „Digitalen Workflows“ sehr einheitliche computeranimierte Restaurationen ab.

Jede Arbeitsweise hat ihre Zeit und ihre Berechtigung solange sie nachgefragt und zum Wohle aller eingesetzt wird.

Lässt sich also natürliche Ästhetik und Ökonomie in Einklang bringen?

Sind frei geschichtete keramische Frontrestaurationen nur der pure Luxus oder doch ein Ausdruck ständig wachsender Lust auf mehr Lebensqualität?

Oder spielt die heutzutage geforderte Ökonomie die eigentliche Hauptrolle?

Die Auswirkung der Ästhetik auf unsere Lebensqualität ist nicht messbar, die eines ökonomischen Vorgehens dagegen schwarz auf weiß ablesbar.

Nicht jeder kann oder will sich Lebensqualität in Form eines teuren bioästhetischen Zahnersatzes leisten, deshalb sind qualitativ hochwertige, aber kostengünstige Alternativen ein absolutes „Muss“ im Portofolio eines Dentallabors.

In diesem Vortrag werden detailliert, überraschend harmonische Ergebnisse durch völlig unterschiedliche Fertigungsweisen aufgezeigt.

Konsens oder Nonsens ?

Die Antwort auf diese Frage wird immer geprägt sein von der persönlichen Einschätzung.

Curriculum vitae

ZTM Michael Brüsch, Jahrgang 1958

  • 1976 bis 1979 zahntechnische Ausbildung mit Gesellenprüfung
  • 1980 bis 1986 Beschäftigung als Zahntechniker im Gold- und Keramikbereich
  • 1986 Meisterprüfung in Düsseldorf
  • 1986 bis 1989 als Laborleiter tätig und intensiv mit der Optimierung keramischen Zahnersatzes beschäftigt
  • 1989 Gründung eines eigenen Dentallabors in Düsseldorf mit dem Schwerpunkt
    - bioästhetische Schichttechniken in Verbindung mit biodynamischer Funktion für die Verblend- und Vollkeramik –
  • Leiter und Referent diverser, internationaler Fortbildungsveranstaltungen, teilweise in der faszinierenden 3D – Technik
  • Live Demos am Patienten im In- und Ausland
  • Autor verschiedener Fachartikel
  • Aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ), der Dental Excellence und seit 2008 Spezialist der Zahntechnik der EADT


Kontakt und Info

FGZM

Fördergemeinschaft der Zahntechniker Meisterschule Berlin - Brandenburg e.V.

Kay Axthelm

Tel: 0049 (0)30 / 259 03 - 421

Teilnahmegebühren

Ohne Ermäßigung
90 Euro

Absolventen
75 Euro

Fördermitglieder
40 Euro

Meisterschüler
Azubis/Studenten
30 Euro

Nur Abendveranstaltung
25 Euro


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Fortbildungspunkte*

Zahnärzte erhalten für diese Veranstaltung

*Die Punktevergabe erfolgt nach den Leitsätzen der BZÄK/DGZMK.