Fördergemeinschaft der Zahntechniker Meisterschule Berlin - Brandenburg e.V.

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ZTM Kurt Fiedler, Ellwangen

ZTM Ralf Barsties

Prinzipien der statischen und dynamischen Okklusion unter Berücksichtigung des Funktionskompass

17. September 2011

Eine Erkenntnis aus der Funktion der Zähne lautet:

Die Frontzähne schützen die Seitenzähne (vor unerwünschten Schubkräften).

Die Seitenzähne schützen die Frontzähne(vor vertikalen Kaukräften).

Die Höcker der oberen und unteren Zahnreihen stehen während der Dynamischen Okklusion in funktioneller Beziehung zueinander.

Aus diesem Grund führt im natürlichen Gebiss nach Einsetzen einer Exkursionsbewegung des Unterkiefers die Front-Eckzahngruppe, wobei die Seitenzähne unmittelbar entkoppeln.

Die Seitenzähne halten bei Kaubelastung die Bisshöhe aufrecht, und verhindern ein Absinken.  Dadurch werden die Frontzähne vor einer Auffächerung geschützt.

Diese Erkenntnis wird in bestimmten Fachkreisen auch in der Totalprothetik als Lehrmeinung vertreten. Soll eine Gruppenfunktion, eine Dreipunktabstützung oder gar ein allseitiger Gleitkontakt realisiert werden, so werden die oben genannten Freiräume zu Führungsflächen.

Welche Vor- und Nachteile daraus resultieren und welches Behandlungskonzept der jeweilige Behandler daraus ableitet, bleibt in seinem Verantwortungsbereich.

Nutzen:

Der Funktionskompass ist ein Instrument, mit dessen Hilfe in beiden Fällen eine Orientierung auf den jeweiligen Kauflächen möglich ist.

Aus den Erkenntnissen über die einzelnen Segmente des Funktionskompasses ist eine Interpretation verschiedener morphologischer Gegebenheiten auf der Kaufläche für den Teilnehmer möglich.

Die Dynamische Okklusion ist ein hoch komplexes System mit gegenläufigen Bewegungsmustern. Dem Seminarteilnehmer wird durch verschiedene visuelle Informationen und Modelle ein einfach nachvollziehbares Verständnis für den täglichen Gebrauch an die Hand gegeben.

Curriculum vitae

Ztm. Kurt Fiedler,

geboren 1956 in Fahrdorf bei Schleswig,

legte nach Lehr- und Wanderjahren 1986 die Meisterprüfung im ZT-Handwerk vor der HWK Hamburg ab. Nach Tätigkeit als stellvertretender Laborleiter übernahm er von 1987  bis 1992 die Leitung des Berufsförderungsinstituts der Zahntechniker-Innung Hamburg, wo er  u.a. für die Durchführung und Betreuung von Meisterprüfungen verantwortlich war. Während dieser Zeit wirkte er als Referent im Bereich KFO sowie Gerüst- und Frästechnik. Herr Fiedler organisierte Kurse mit Persönlichkeiten wie  M.H.Polz, Jochen Peters, Ernst. A. Hegenbart, Klaus Müterthies und Karl-Heinz Körholz, die prägend für sein weiteres Fortkommen waren. Ferner wirkte er als Initiator und Moderator der Hamburger Vortragsreihe „Ästhetik und Funktion“ und   „Faszination Zahntechnik“ für Auszubildende. 

1993 übernahm Herr Fiedler die Leitung der Anwendungstechnik bei der Ivoclar Vivadent  in Ellwangen. Er betreut seit 2004 deutsche Universitäten- und Meisterschulen für dieses Unternehmen mit großem Engagement.

Im Rahmen der Schul- und Hochschulbetreuung ist einer seiner Schwerpunkte die Referententätigkeit im Bereich Vollkeramik, funktionelle Aspekte der okklusalen Morphologie und Totalprothetik.

Der Referent veröffentliche Publikationen zu den Themenkomplexen  Vollkeramik und Totalprothetik und ist Autor eines Fachbuchs zum Thema Totalprothetik.

Kontakt und Info

FGZM

Fördergemeinschaft der Zahntechniker Meisterschule Berlin - Brandenburg e.V.

Kay Axthelm

Tel: 0049 (0)30 / 259 03 - 421

Teilnahmegebühren

Ohne Ermäßigung
90 Euro

Absolventen
75 Euro

Fördermitglieder
40 Euro

Meisterschüler
Azubis/Studenten
30 Euro

Nur Abendveranstaltung
25 Euro


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Fortbildungspunkte*

Zahnärzte erhalten für diese Veranstaltung

*Die Punktevergabe erfolgt nach den Leitsätzen der BZÄK/DGZMK.