
Samstag, 17. September 2005
Funktionserkrankungen des Kauorgans gehen in der Regel einher mit Schmerzen, Bewegungsbeeinträchtigungen und Kiefergelenkgeräuschen. Zur zahnärztlichen Primärtherapie zählen Okklusionsschienen als zahnärztliche Standardmaßnahmen.
Dabei wird das neuromuskuläre Reflexsystem genutzt zur Harmonisierung der Muskel- und Gelenkfunktion, okklusale Interferenzen werden ausgeschaltet bzw. die statische und dynamische Okklusion optimiert.
Die gebräuchlichsten Schienentypen stellen Äquilibrierungs- und Positionierungsschienen dar. Während die Äquilibrierungsschienen in der Zentrik eingeschliffen werden und eine Front- Eckzahnführung in Exzentrik aufweisen, versuchen die Positionierungsschienen eine zentrische Kondylenposition bzw. eine Korrektur der Diskus-Kondylus-Fossa Relation zu bewerkstelligen durch Positionsänderung des Unterkiefers. Die Herstellung, Indikation und Funktionsweise dieser beiden Schienentypen wird vorgestellt.