ZTM Gerhard Stachulla, Affing

Das Dental-Labor als Planungspartner bei navigierter Implantologie
Samstag, 20. September 2008
Die CT-Diagnostik gewinnt in den letzten Jahren bei der prächirurgischen Implantatplanung mehr und mehr an Bedeutung.
Prothetische Vorplanung, exakt reproduzierbare Diagnostik und virtuelle
3D-Planung sind die Grundlagen einer künftigen systematischen und qualitätsorientierten Implantologie.
Der Referent sieht hierbei das Labor als zentrale Planungsstelle. Die Nutzung der unterschiedlichen auf dem Markt befindlichen Planungssoftware ist Stand der Technik. Der Zahnarzt hat in der Regel nicht genügend Übung bei der virtuellen Insertion der Implantate, während das Labor aufgrund der Vielzahl der Fälle im Umgang mit der Software geübt ist.
Aus forensischen Gründen muss der Implantologe die Implantatposition jedoch absichern. Dies erfolgt im Zeitalter der Internetnutzung durch das Einloggen in den Planungscomputer und das zeitnahe Abgleichen der Implantatposition mit dem Techniker am Bildschirm.
Die ermittelten Planungsdaten werden Online ins Fertigungszentrum nach Belgien(Materialise) geschickt. Dort werden präzise Schablonen im stereolithografischen Druckverfahren gefertigt und mit entsprechenden Führungshülsen versehen. Diese dienen zur Aufnahme der Sleeves die wiederum die unterschiedlichen Bohrerdurchmesser präzise führen.
Die ins Labor gelieferte Schablone eröffnet die Möglichkeit, die Implantatposition bereits vor OP im Modell zu definieren und somit ein nahezu perfektes Implantat getragenes Provisorium herzustellen.
Beim EXPERTEASE-System (Friadent) erfolgt die Implantation vollständig geführt d.h. vom Einsatz der Schleimhautstanze über den Pilotbohrer, Erweiterungsbohrer, Aufreiber, Gewindeschneider bis zur Implantatsetzung durch die Führungsschablone. Die vertikale Position wird durch entsprechende Anschläge vordefiniert. Die exakte und präzise Bohrerführung erlaubt ein vorhersagbares chirurgisches Prozedere. Die seitlich offenen Führungshülsen ermöglichen auch bei geringer Mundöffnung ein Einfädeln des Bohrers im posterioren Bereich. Die EXPERTEASE-Schablone sorgt für eine präzise Übertragung der Planung in den Mund.
Nur in dem gemeinsamen Bewusstsein über die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit und der rechtzeitigen Einbeziehung aller Teampartner, kann die gemeinsame Arbeit zu optimalen Ergebnissen führen. Das Labor wird zum Dienstleistungs- und Planungskompetenzzentrum. Auf diese Weise wird die präprothetisch geplante und computergeführte Behandlung mit Implantaten zu einem Schlüsselfaktor für den Erfolg.
Curriculum vitae
- Zahntechnikermeister, geb. 1952 in Augsburg
- nach dem Abitur Ausbildung zum Zahntechniker
- tätig als Zahntechniker im In- und Ausland
- seit 1982 selbst. im eig. Betrieb
- Schwerpunkte im Bereich der Galvano – Kombitechnik
- CAD/CAM Techniken, Implantatprothetik
- seit 1995 Referent für Implantologie mit dem Schwerpunkt:
Implantatprothetik / interdisziplinäre Zusammenarbeit - nationale und internationale Fachartikel und Fachvorträge
- Mitarbeiter in verschiedenen Entwicklungsgruppen im Bereich: Geführte Implantologie
- 2005 Gründung des IMPLANT&3D Planungscenters mit seinem Geschäftspartner M.Liedtke
Kontakt und Info
FGZM
Fördergemeinschaft der Zahntechniker Meisterschule Berlin - Brandenburg e.V.
Kay Axthelm
Tel: 0049 (0)30 / 259 03 - 421
Teilnahmegebühren
Ohne Ermäßigung
90 Euro
Absolventen
70 Euro
Fördermitglieder
40 Euro
Meisterschüler
Azubis/Studenten
30 Euro
Nur Abendveranstaltung
25 Euro
Fortbildungspunkte*
Zahnärzte erhalten für diese Veranstaltung

*Die Punktevergabe erfolgt nach den Leitsätzen der BZÄK/DGZMK.

