Der digitale Workflow in Praxis und Labor. Chancen Ideen und Möglichkeiten für die Zahntechnik

ZTM Ralf Oppacher

ZTM Ralf Oppacher, Lemförde

21. September 2019

 

Was kann der digitale Workflow für die KFO-Technik leisten? Welche Chancen, Ideen und Möglichkeiten ergeben sich daraus? Insbesondere die additive Fertigung im 3D-Druck fordert heraus, etablierte analoge Prozesse zu überdenken. Ein offenes CAD/CAM-System, in dem einzelne Komponenten aufeinander abgestimmt sind, ist die Voraussetzung für einen funktionierenden digitalen Workflow und für ein hohes Maß an Präzision und Prozesssicherheit.
Die wichtigste Indikation vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen ist der Modelldruck. Präzise, physische Modelle sind für eine zahntechnische Arbeit unentbehrlich, denn sie sind die einzige Unterlage, auf der sich Passung und Okklusion letztlich überprüfen und finalisieren lassen. Hier gibt es keine wirtschaftliche Alternative zum additiv gefertigten Modell. Das gilt besonders für die Modelle für die Alignertechnik.


Der Workflow zwischen Behandler, Labor und Patient vereinfacht das neue Verfahren der Abformung mit Sheraeasy-base. Form und Gestaltung von 3D-gedruckten individuellen Löffeln werden automatisch auf das Abformmaterial und das Abformverfahren abgestimmt. Eine zusätzliche Umbördelung des Randes optimiert den Kompressionsdruck und sorgt für gleichmäßige Abdrücke und bessere Ergebnisse bei der Abformung.


Auch die Zertifizierung der Druckkunststoffe als Medizinprodukt spielt eine entscheidende Rolle, und bietet die Chance, Workflows zu vereinfachen. Zum Beispiel beim Druck individueller Klebehilfen für die KFO-Technik. Einmal designt, wird die Klebehilfe in einem leicht flexiblen Druckkunststoff mit Klasse I Zertifizierung gedruckt. Die eingesetzten Brackets können so sicher in einem Arbeitsgang, auch an schwer zugänglichen Stellen, und mit geringem Zeitaufwand eingebracht werden.

Curriculum vitae


Jahrgang 1966 geboren in Minden

1984 – 1996
Ausbildung zum Zahntechniker und erste Gesellenjahre in Minden

1995
Prüfung zum Zahntechnikermeister an der Handwerkskammer Münster

1996 - 2012
Inhaber des Dentallabors Oppacher in Minden, ab 2008 als Ästhetik-Lounge Oppacher
Tätig als Referent und Kursleiter

Seit 2008
Referent für die SHERA Werkstoff-Technologie

Seit 2012
Professional im SHERAdigital-Team


Arbeitsschwerpunkte:

  • Mitwirkung an der Entwicklung neuer Prozesse und Produkte für die Dentaltechnik
  • Nationale und internationale Vortrags- und Referententätigkeiten